Archiv - 2016

Ferienprogramm der Freien Wähler Tittmoning - 2016

Im wahrsten Sinne des Wortes "heiß" ging es her beim Ferienprogramm der Freien Wähler Tittmoning. Mit 20 Jugendlichen war bei bestem Badewetter Bauerngolf in Franking angesagt. Da war eine kleine Pause am See sehr willkommen. Auf die geschicktesten, die als Sieger bei der mehr als zweistündigen Wanderung mit verschiedenen Golf-Stationen in Wald und Wiese hervorgingen, wartete am Ende ein Eis zur Erfrischung.


Recherche zum Erhalt der Tittmoninger Brücke von Gerti Schmid

Im Rahmen eines Treffens in der Wasservorstadt und der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freien Wähler – unabhängige Liste e.V. – trug Gerti Schmid jeweils die Ergebnisse ihrer Recherche in Sachen Zukunft der Tittmoninger Salzachbrücke vor:

Das kurzgefasste und unumstrittene Fazit der Freien Wähler lautete, dass „dieses für Tittmoning wichtige Bauwerk unbedingt geschützt und erhalten werden muss!

Laut Staatlichem Bauamt Traunstein (Stand Mai 2016) wurde die Brücke 1935 erbaut, sie ist somit 81 Jahre alt. Das Bauwerk werde täglich von 2880 Kfz und 72 Lkw überquert.

April 2016 – Stadtverwaltung Tittmoning

Der Geschäftsführer der Tittmoninger Kommune, Walter Schöberl, habe ihr persönlich mitgeteilt, dass die Stadt Tittmoning selbst in Bezug auf den Erhalt der Brücke nichts unternehmen könne, da es sich um eine Staatsstraße handle, jedoch wenn die Brücke nicht mehr befahrbar sein sollte, dann werde sie mit Sicherheit repariert bzw. ersetzt. Im Hinblick auf die Zufahrt über den Gerberberg müssten die Anwohner jedoch in den sauren Apfel beißen, da es für den Schwerlastverkehr keine Alternative gebe.

Landratsamt Traunstein (April 2016)

Der Sachbearbeiter, Herr Halser, habe ihr auf ihre Anfrage telefonisch mitgeteilt, dass die Stadt Tittmoning in dieser Angelegenheit zuständig sei und habe auf die jährlich stattfindende Verkehrsschau verwiesen.

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (April 2016)

Der Gebietsreferent, Herr Huber, habe sie bezüglich des Ensembleschutzes am Gerberberg telefonisch informiert, dass das Landesamt für Denkmalpflege nur für die Gebäude zuständig sei und keinerlei Einfluss auf den Verkehr und die Verkehrsführung habe.

Straßenbauamt Traunstein (April 2016)

Der Sachbearbeiter, Herr Paukner, habe ihr auf ihre Anfrage telefonisch mitgeteilt, dass das Straßenbauamt nicht selbständig tätig werde, sondern nur auf die Initiative des Landratsamtes, bzw. der Stadtverwaltung, aktiv werde. Hinsichtlich der Tittmoninger Brücke habe er ihr mitgeteilt, dass diese noch eine Restlebensdauer von 15 Jahren habe und aufgrund des Alters und des Zustandes für eine Reparatur nicht mehr in Frage komme. Der bauliche Zustand der Brücke werde alle drei Jahr überprüft.





Südostbayerische Rundschau (28. Mai 2016)

„Ein Märchenwald löst keine Probleme“
Staatliches Bauamt Traunstein: …. Die nächste Grenzbrücke im Zuge der Staatsstraße 2106 befindet sich 17 Kilometer südlich von Burghausen zwischen Tittmoning und Ostermiething. Diese 81 Jahre alte, demnächst wieder reparaturbedürftige Brücke ist außerdem durch die Zuwegungen und die historische Altstadt von Tittmoning nicht schwerverkehrstauglich. Diese Brücke ist mit fast 3.000 Fahrzeugen pro Tag belastet.“

Aus diesem Informationsstand ließen sich ein dringender Handlungsbedarf und folgende Ideen für Aktionen ableiten!Tonnagebeschränkung als Thema im Stadtrat;Schreiben der Stadt Tittmoning an die zuständige Verkehrsbehörde mit der Begründung, warum der Gerberberg und die Brücke für den Schwerlastverkehr nicht geeignet seien;

Bürgeraktionen, wie z.B. die Errichtung von Barrieren, die Erschwerung der Zufahrt zur Brücke, Feste und Demonstrationen auf der Brücke;

Sensibilisierung der Bürger und des Stadtrats über die existenzielle Bedeutung des Grenzverkehrs für die Geschäfte der Stadt und deren Erhalt.

Wachablösung bei den Tittmoninger Freien Wählern
Godehard Mayer gibt Vorstandsamt ab – Maria Kellner zur Nachfolgerin gewählt


Turnusgemäß führten die Freie Wähler Tittmoning kürzlich die Jahreshauptversammlung 2016 mit den Berichten zum abgelaufenen Vereinsjahr im Café im alten Bäckerhaus durch. In der satzungsgemäß ebenfalls vorgeschriebenen Vorstandswahl trat die bisherige Führung der kommunalen politischen Gruppierung mit dem Vorsitzenden Godehard Mayer an der Spitze - bis auf den Schatzmeister Peter Forster - nicht mehr an und das neu gewählte Team mit Maria Kellner als neuer Vorsitzender und Kilian Perschl als deren Stellvertreter wurde jeweils ohne Gegenstimme von der Versammlung in ihren Ämtern gewählt.

Godehard Mayer begrüßte zu Beginn der Versammlung die zahlreich erschienenen Mitglieder und verwies darauf, dass er nach 12 Jahren im Amt und der Bewältigung von zwei Kommunalwahlkämpfen nicht mehr für ein Vorstandesamt zur Verfügung stehe. Er bedankte sich für das langjährige Vertrauen, das die Freien Wähler ihm bewiesen hätten und anschließend erteilte er der Schriftführerin Heidi Bründl-Ober das Wort, die die Aktivitäten der vergangenen 12 Monate noch einmal detailliert Revue passieren ließ.

Bauernhof-Olympiade im Rahmen des Ferienprogramms

Sie erläuterte, dass die „Freien“ neben den turnusmäßigen Treffen wieder zahlreiche andere Termine auf der Agenda gehabt hätten. Im Rahmen des kommunalen Ferienprogramms wurden die Kinder unter dem Motto „Bauernhof-Olympiade“ auf den Hof von Maria und Toni Kellner in Rotkampeln eingeladen. Die Mädchen und Jungen hätten unter anderem das Schubkarrenrennen und Gummistiefelweitwerfen mit viel Freude und Vergnügen bewältigt und nach der Siegerehrung seien die Sprösslinge mit einer köstlichen Erdbeermilch verwöhnt worden.

Erfolgreiche Klausur in der Astener Dorfwirtschaft

In der 2015er Klausur seien die Vorhaben der letztjährigen Zusammenkunft erörtert worden, die größtenteils positiv abgearbeitet worden seien. Zwar sei das vorgeschlagene „Jugendparlament“ von Bgm Konrad Schupfner abgelehnt worden, aber man habe mit der Jugendideenwerkstatt einen guten Kompromiss gefunden. Im Lenkungsausschuss sei unter der Mitwirkung von Barbara Danninger ein Konzept für die Parksituation am Stadtplatz entwickelt worden. Besonders wurde darauf verwiesen, dass Tittmoning ein Leitbild und eine Strategie benötige. In Bezug auf die Kostenbeteiligung am „Sportpark Tittmoning“ hätten einige Mitglieder die Gleichbehandlung aller Tittmoninger Vereine angeregt. Deshalb sollte ein diesbezügliches Konzept erstellt werden. Für die Salzachbrücke und den Gerberberg sollte sich ein Gremium etablieren, das Lösungsmöglichkeiten zur Reduzierung der Verkehrsbelastung konzipieren sollte. Ebenfalls sollten die monatlichen Treffen der FW überdacht und wieder attraktiver gestaltet werden.

Im Dezember habe man zur Weihnachtsfeier zum Wirt z`Kay - musikalische Gestaltung durch Schorsch Mayer und Thomas Pillen - eingeladen und im Februar habe der erweiterte Vorstand die 2. Klausur vorbereitet. Das Starkbierfest sei wie stets sehr erfolgreich gewesen und habe wieder großen Zulauf bekommen.

Salzachbrücke und Gerberberg Hauptthema der 2. Klausur
Gerti Schmied habe sich der Hauptthematik Salzachbrücke und Gerberberg intensiv angenommen. Darüber hinaus wurde beschlossen, dass die FW-Treffen künftig alle zwei Monate erfolgen sollen und dass eine breitere Palette an Themen behandelt würde. Das erste Treffen nach der Klausur habe in der Wasservorstadt stattgefunden und Gerti Schmied habe ausführlich zum Stand der Dinge in Sachen Brücke respektive Verkehrsbelastung referiert. Des Weiteren seien die Mitglieder und Interessenten von Barbara Danninger über die Planung zur Anbindung des Stadtplatzes an die Wasservorstadt ins Bild gesetzt worden. Abschließend informierte Heidi Bründl-Ober, dass sie ebenfalls nicht mehr zum Amt der Schriftführerin zur Verfügung stünde, aber dass sie nach wie vor die Homepage der Freien Wähler betreuen würde. Sie bedankte sich für die rege Unterstützung und versicherte, sie werde den Freien auf jeden Fall erhalten bleiben.

Konsolidierte Finanzen und einstimmige Entlastung der Vorstandschaft
Anschließend ergriff Schatzmeister Peter Forster das Wort, der mit sichtlicher Zufriedenheit die Details der konsolidierten Finanzen der Wählervereinigung erläuterte und dabei feststellte, das Starkbierfest habe in diesem Jahr einen kleinen, jedoch erfreulichen Überschuss erwirtschaftet. Forster schloss seinen Bericht mit dem Hinweis, die „Freien“ verfügten derzeit über 61 Mitglieder. Helmut Winkler habe die Kassenführung geprüft und die akribische sowie gewissenhafte Ausführung gelobt. Folgerichtig wurde die Entlastung der Vorstandschaft beantragt und einstimmig gewährt.

Dezidierte Berichte aus dem Stadtrat

Nach einem Dank von Godehard Mayer für das Engagement der Schriftführerin und des Schatzmeisters erteilte er der Fraktionssprecherin Maria Kellner das Wort, die zu Beginn ihrer Ausführungen hervorhob, seit Anfang April gelte nunmehr die Kurzparkregelung am Stadtplatz, die schon seit langem von den Freien Wählern gefordert worden war. Dem zweiten Anlauf zur Gestaltung des „Bindergartels“ habe ihre Fraktion angesichts der genaueren Informationen mit der Mehrheit zugestimmt. Zum Baugebiet Pillerfeld erläuterte Maria Kellner, dass gegenwärtig eine rege Nachfrage nach den Grundstücken herrsche, aber ein akutes und unaufschiebbares Problem sei nichtsdestotrotz , dass Tittmoning derzeit über keine Gewerbeflächen verfüge. Deshalb sei Bürgermeister Schupfner nachdrücklich gefordert, (ein) geeignete(s) Areal(e) zu akquirieren. Bezüglich der Umsiedlung der Firma Brückner unterstützten die Freien Wähler das Unternehmen, aber klar sei auch, dass solange keine endgültige juristische Klarheit herrsche, werde das Unternehmen die Entwicklung am neuen Standort nicht weitertreiben. Deshalb werde die Thematik die Gremien des Rats noch längere Zeit beschäftigen. Des Weiteren resümierte Maria Kellner die neuesten Entwicklungen rund um das Sportgelände, die Situation der Migranten im Gemeindegebiet sowie um das so genannte Pedrohaus. Stadtrat Albert Schauer widmete sich dem Geschehen aus dem Bau- und Umweltausschuss sowie aus dem Werkausschuss. Unter anderem beschäftige sich das letztere Gremium derzeit mit der Umwandlung des Kanal-Mischsystems im Unteren Burgfeld in ein Trennsystem. Stadtratsmitglied Godehard Mayer sprach sich anerkennend aus zu den rekordverdächtigen Einnahmen aus dem Gewerbesteueraufkommen und den in der Folge gestiegenen Rücklagen der Kommune. Aber nach wie vor drücke der Schuh in Bezug auf die erforderlichen Investitionen in die Burgsanierung. Aus diesem Grund sei er der Auffassung, dass Bürgermeister Schupfner die Konditionen einer eventuellen Übernahme der Burg durch die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung eruieren solle. Ratsmitglied Barbara Danninger bedauerte, dass nur sehr wenige Zusammenkünfte der Lenkungsgruppe auf der Agenda stünden. In naher Zukunft finde in diversen Orten eine Informationsfahrt bezüglich der Gestaltung von Gastgärten statt, da im kommenden Jahr neue Regelungen anstünden.

Neue Vorstandschaft ohne Gegenstimme gewählt
Im letzten Tagesordnungspunkt führte ein Wahlvorstand unter der Leitung von Barabara Danninger die Neuwahl der Vorstandschaft durch, im Zuge derer die neuen Mitglieder jeweils ohne Gegenstimme bestimmt wurden: Maria Kellner, 1. Vorsitzende; Kilian Perschl, 2. Vorsitzender; Schatzmeister, Peter Forster; Schriftführer, Manfred Willert; Beisitzerin, Martha Schnelzer, Kassenprüfer, Helmut Winkler und Gerti Schmied. Godehard Mayer gratulierte der neugewählten Vorstandschaft und wünschte dem Team ein gutes Händchen. Dem schloss ich Albert Dippl an, der seine Hoffnung aussprach, dass sich die neue Konstellation vorzüglich bewähren möge. Maria Kellner bedankte sich für das bewiesene Vertrauen der Mitglieder und wünschte sich, dass die Vorstandschaft in bewährter Weise zusammenwachsen werde. Sie anerkannte die erfolgreiche Tätigkeit von Godehard Mayer und Heidi Bründl-Ober, überreichte den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern jeweils ein Präsent und schloss im Anschluss an eine lebhafte Aussprache die harmonisch und erfolgreich verlaufene Jahreshauptversammlung.

Manfred Willert

von links: Peter Forster (Schatzmeister), Maria Kellner (1. Vorsitzende), Martha Schnelzer (Beisitzerin), Kilian Perschl (2. Vorsitzender), Manfred Willert (Schriftführer)