Thema der Woche: TITTMONINGER BRÜCKE


Recherche zum Erhalt der Tittmoninger Brücke von Gerti Schmid

Im Rahmen eines Treffens in der Wasservorstadt und der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freien Wähler – unabhängige Liste e.V. – trug Gerti Schmid jeweils die Ergebnisse ihrer Recherche in Sachen Zukunft der Tittmoninger Salzachbrücke vor:

Das kurzgefasste und unumstrittene Fazit der Freien Wähler lautete, dass „dieses für Tittmoning wichtige Bauwerk unbedingt geschützt und erhalten werden muss!

Laut Staatlichem Bauamt Traunstein (Stand Mai 2016) wurde die Brücke 1935 erbaut, sie ist somit 81 Jahre alt. Das Bauwerk werde täglich von 2880 Kfz und 72 Lkw überquert.

April 2016 – Stadtverwaltung Tittmoning

Der Geschäftsführer der Tittmoninger Kommune, Walter Schöberl, habe ihr persönlich mitgeteilt, dass die Stadt Tittmoning selbst in Bezug auf den Erhalt der Brücke nichts unternehmen könne, da es sich um eine Staatsstraße handle, jedoch wenn die Brücke nicht mehr befahrbar sein sollte, dann werde sie mit Sicherheit repariert bzw. ersetzt. Im Hinblick auf die Zufahrt über den Gerberberg müssten die Anwohner jedoch in den sauren Apfel beißen, da es für den Schwerlastverkehr keine Alternative gebe.

Landratsamt Traunstein (April 2016)

Der Sachbearbeiter, Herr Halser, habe ihr auf ihre Anfrage telefonisch mitgeteilt, dass die Stadt Tittmoning in dieser Angelegenheit zuständig sei und habe auf die jährlich stattfindende Verkehrsschau verwiesen.

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (April 2016)

Der Gebietsreferent, Herr Huber, habe sie bezüglich des Ensembleschutzes am Gerberberg telefonisch informiert, dass das Landesamt für Denkmalpflege nur für die Gebäude zuständig sei und keinerlei Einfluss auf den Verkehr und die Verkehrsführung habe.

Straßenbauamt Traunstein (April 2016)

Der Sachbearbeiter, Herr Paukner, habe ihr auf ihre Anfrage telefonisch mitgeteilt, dass das Straßenbauamt nicht selbständig tätig werde, sondern nur auf die Initiative des Landratsamtes, bzw. der Stadtverwaltung, aktiv werde. Hinsichtlich der Tittmoninger Brücke habe er ihr mitgeteilt, dass diese noch eine Restlebensdauer von 15 Jahren habe und aufgrund des Alters und des Zustandes für eine Reparatur nicht mehr in Frage komme. Der bauliche Zustand der Brücke werde alle drei Jahr überprüft.





Südostbayerische Rundschau (28. Mai 2016)

„Ein Märchenwald löst keine Probleme“
Staatliches Bauamt Traunstein: …. Die nächste Grenzbrücke im Zuge der Staatsstraße 2106 befindet sich 17 Kilometer südlich von Burghausen zwischen Tittmoning und Ostermiething. Diese 81 Jahre alte, demnächst wieder reparaturbedürftige Brücke ist außerdem durch die Zuwegungen und die historische Altstadt von Tittmoning nicht schwerverkehrstauglich. Diese Brücke ist mit fast 3.000 Fahrzeugen pro Tag belastet.“

Aus diesem Informationsstand ließen sich ein dringender Handlungsbedarf und folgende Ideen für Aktionen ableiten!Tonnagebeschränkung als Thema im Stadtrat;Schreiben der Stadt Tittmoning an die zuständige Verkehrsbehörde mit der Begründung, warum der Gerberberg und die Brücke für den Schwerlastverkehr nicht geeignet seien;

Bürgeraktionen, wie z.B. die Errichtung von Barrieren, die Erschwerung der Zufahrt zur Brücke, Feste und Demonstrationen auf der Brücke;

Sensibilisierung der Bürger und des Stadtrats über die existenzielle Bedeutung des Grenzverkehrs für die Geschäfte der Stadt und deren Erhalt.




EIN BEITRAG VON ANITA DWORSCHAK-BRAUNER

Im Duden findet sich folgende Begriffsbestimmung von FAMILIE:
„Aus einem Elternpaar oder einem Elternteil und mindestens einem Kind bestehende [Lebens]gemeinschaft, Gruppe aller miteinander [bluts]verwandten Personen; Sippe“

Dieses Familienbild trifft in der heutigen Zeit nicht mehr für alle Lebensmodelle zu. Demografischer Wandel und verschiedene Familien- und Sozialstrukturen führen zu einem erweiterten Familienbegriff.


Die Kommune hat nun die Herausforderung, dies alles „unter einen Hut“ zu bekommen.
Es gilt, für Familien, Jugendliche und Senioren gute und wertvolle Lebensbedingungen zu schaffen.
Kinderkrippe und Kindergarten haben sich den veränderten beruflichen Ansprüchen der Eltern angepasst. Weiter soll aber kein Druck auf diejenigen entstehen, die sich dafür entscheiden, ihr Kind erst ab dem Kindergartenalter betreuen zu lassen.

Der Erhalt der Grund- und Mittelschulklassen am Ort ist von großer Bedeutung.
Wir werden dafür einstehen, dass Tittmoninger Kinder bis zur 7. Klasse auch weiter hier zur Schule gehen können.

Besonders liegen mir die Senioren der Stadtgemeinde am Herzen. Da gibt es viel Handlungsbedarf. Nach Krankheit oder bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes bleibt oft nur noch der Weg ins Heim, weil z. B. die Wohnung nur über Stufen erreichbar ist, oder Einkäufe nicht mehr erledigt werden können. Hier greift das Konzept von Martha Schnelzer und ihren Kollegen im Arbeitskreis „Leben und Wohnen im Alter.“ Dieses Modell ermöglicht den Senioren ein selbstbestimmtes Leben nach ihren Vorstellungen zu führen. Es eröffnen sich dadurch viele Chancen, durch Aktionen Jung und Alt zusammenzubringen und mehr Leben in die Stadt zu bringen.

Es gibt in Tittmoning viele ehrenamtliche und städtische Angebote, z. B. von Vereinen, die alte Menschen unterstützen und begleiten. Die Vernetzung dieser Angebote in einer zentralen Stelle ist eine Aufgabe für den neuen Stadtrat.
Eine gute Möglichkeit der Koordination ist die Installation einer „Familien- und Senioren-Leitstelle“, die als Wegweiser und Berater für Probleme zur Verfügung steht und Hilfestellung in schwierigen Situationen bietet.




EIN BEITRAG VON BERNHARD WURM

Fairer Denkmalschutz

Tittmoning hat einen wunderschönen Stadtplatz mit vielen Denkmälern.
Auch die historische Burg und viele schöne Bauernhöfe in den Gemeindeteilen sind erhaltenswert.

Ich und die Freien Wähler setzen uns ein für einen fairen Denkmalschutz, frei nach dem Motto:

"Wer zahlt schafft an!" und "Wer nicht zahlt schafft auch nicht an!"

Auch aus eigener Erfahrung heraus weiß ich: ein Denkmal kann nur erhalten werden, wenn Menschen darin leben.
Man muss den Bewohnern und Besitzern eine sinnvolle Nutzung zugestehen und sie darin in Frieden leben lassen.

Leider hat sich die Umsetzung des Denkmalschutzes weit von dem ursprünglichen Grundgedanken entfernt.
Mit viel Willkür und wenig Augenmaß werden einschneidende Bescheide je nach Tagesform getroffen.

Wir Freien Wähler stehen ein, für den Dialog auf Augenhöhe zwischen Besitzer und Bau- oder Denkmalamt.
Absprachen und Bescheide müssen vernünftig, verständlich, verlässlich und verbindlich sein. Bei Fragen oder Unstimmigkeiten sollte

eine übergeordnete und unabhängige Schiedsstelle

entscheiden. Dies soll für den Eigentümer nicht noch mit zusätzlichen Kosten verbunden sein und zeitnah geschehen.

Die Freien Wähler wollen einen verantwortungsbewussten Denkmalschutz um möglichst viele Denkmäler zu retten.
Wir möchten nicht noch länger zusehen, wie wertvolle Denkmäler verfallen, weil der Besitzer die hohen Kosten scheut
oder sie lieber zusammenfallen lässt, als "sich den Ärger mit dem Denkmalschutz anzutun ..."

Wenn wir unsere schöne Stadt und unsere schöne Heimat länger erhalten wollen,
müssen wir unsere Denkmäler vor dem Denkmalschutz schützen, damit sie der Besitzer erhalten kann.







EIN BEITRAG VON MARTHA SCHNELZER

Wohnen Im Alter

Um in Tittmoning auch im Alter angenehm und selbstbestimmt leben zu können,
sehe ich es als meine Aufgabe an, mich darum zu kümmern, dass in Zukunft barrierefreie Wohnungen
im Stadtbereich zur Verfügung gestellt werden.

Der demografische Wandel zwingt die Verantwortlichen der Stadt zum Handeln.

Die Menschen werden immer älter; sie ziehen sich zurück, weil sie das Haus nicht mehr verlassen können.
Sie schaffen es nicht mehr Treppen zu steigen, mit dem Auto in die Stadt oder zu den Einkaufsmärkten
und zum Arzt zu fahren.
Ihnen drohen Vereinsamung, Traurigkeit sowie Depressionen und das
fehlende soziale Umfeld macht die Menschen krank.
So krank, dass sie das Leben ohne fremde Hilfe nicht mehr bewältigen können.

Dem kann man entgegenwirken.
Mit einer seniorengerechten Wohnanlage, in der jeder auf den anderen schaut und allen geholfen wird,
wenn sie Hilfe brauchen.

Gemeinsam statt einsam - selbstbestimmt alt werden in der eigenen Wohnung, mit anderen unter einem Dach.

Die ersten Schritte sind schon getan und wenn wir den Weg zusammen gehen, kommen wir sicher auch zum Ziel.
















EIN BEITRAG VON MICHAEL SPIRKL

80 Jahre Salzachbrücke in Tittmoning.

Wie lange noch?

Als die Tittmoninger Salzachbrücke vor geraumer Zeit generalsaniert wurde,
ging man von einer gefahrlosen Nutzung für etwa 30 Jahre aus.
Nun stellt sich die Frage, ob diese Prognose auch noch Bestand hat, nachdem
die Gewichtsbeschränkung aufgehoben wurde.

Vorgesehen war eine zeitlich befristete Tonnageerhöhung während der Sanierung der Burghauser Brücke.
Diese Erhöhung wurde aber vom Straßenverkehrsamt nicht mehr zurückgenommen.

Warum?

Täglich quälen sich LKW über den Gerberberg, beschädigen Häuser und
verursachen Staus vor dem Burghauser Tor. Der Gerberberg ist für LKW mit 40t Gewicht und
18m Länge nicht geeignet, was sich aus den baulichen Gegebenheiten jedem ersichtlich zeigt.

Der Bau einer neuen Brücke über die Salzach wurde bis 2018 ausgesetzt.
Das bedeutet dass unsere Brücke noch mindestens 4 Jahre überbeansprucht werden soll.

Wenn keine Sanierung mehr möglich ist, was dann?

Wollen wir den Pendlern von und nach Österreich einen Umweg von bis zu 40 km
zumuten, um ihre Arbeitsplätze zu erreichen?
Kommen dann noch Österreicher nach Tittmoning zum einkaufen?

Wir dürfen uns diese Verbindung in unser Nachbarland nicht kaputt machen lassen!


Darum plädiere ich für einen sorgsameren Umgang mit unserer Länderbrücke und eine Gewichtsbeschränkung
von 7,5t, um die Anwohner am Gerberberg und unsere Brücke zu entlasten.
















EIN BEITRAG VON THOMAS BRAUNER

Der Tittmoninger Stadtplatz, zwischen Gesamtkunstwerk und Verkehrsinfarkt.

Nach dem verheerenden Stadtbrand von 1571 „…führte man die Gebäude mit solcher Ordnung und Regelmäßigkeit auf, dass diese Stadt nun für eine der schönsten Landstädte des Erzstiftes (Salzburg) gehalten wird…“…. Diese Worte fand Lorenz Hübner im Jahre 1796 in seiner „Beschreibung des Erzstiftes und Reichsfürstenthums Salzburg“ für die Stadt Tittmoning.

Und wirklich, imposante Stadttore, dahinter ein weites, in seinen Dimensionen einzigartiges Platzgeviert mit prächtigen Gebäuden im Inn-Salzach-Stil. Altehrwürdige Denkmäler und verspielte Brunnen, eingefasst durch schönen, alten Baumbestand, erhöhen den Reiz dieser Stadtanlage des dreizehnten Jahrhunderts. So präsentiert sich also unser Tittmoning.

Oder besser gesagt, so könnte es sich präsentieren. Denn in den letzten beiden Jahrzehnten ist unser Vorzeigestadtplatz zum „wohl schönsten Parkplatz in bayrischen Landen“ geworden. Überall wo man hinsieht stehen Autos. Die Brunnen, Bäume und Denkmäler flankiert von Blech. Und mittendurch verläuft die B20. Direkt durch das Herz der Stadt. Mehr als 7000 Fahrzeuglenker quälen sich täglich durch die engen Stadttore, um nach mehrmaligem Stillstand, untermalt mit Hupkonzerten sich einen Parkplatz zu suchen, oder unsere Stadt genervt wieder zu verlassen.

In der 2012 durchgeführten Verkehrszählung wurde ermittelt, dass 30 - 35% dieser Fahrzeuge den Stadtplatz nur zur Durchfahrt nutzen. Das entspricht mehr als 2000! Fahrzeugen. Die Verkehrszählung fand in der Kernzeit von 06:00 Uhr bis 20:00 Uhr statt. Der erhöhte Ausflugsverkehr Richtung Berge an den Wochenenden wurde hierbei nicht berücksichtigt. Durchgangsverkehr hat nichts mit Stadtbelebung zu tun. All die Menschen, die unser Tittmoning besuchen um hier zu verweilen, einzukaufen, oder um unsere Sehenswürdigkeiten zu bewundern, sind jederzeit herzlichst dazu eingeladen. Vom bloßen Durchgangsverkehr jedoch bleibt uns Bürgern nur Lärm, Gestank, Feinstaub und die permanente Erschütterung unserer Gebäude. Nicht zu vergessen die zahllosen Zigarettenkippen, Plastikflaschen und Brotzeittüten die während der Zwangspause vor unseren Toren aus dem Autofenster entsorgt werden, allesamt gekauft in den Drive In‘s, oder den Raststätten entlang der Nord-Süd Route und den österreichischen Autobahnen.

Die Stadt Laufen ruft händeringend nach einer Umgehungsstraße. Wir haben eine solche, lassen jedoch den gesamten PKW- und Busverkehr ungehindert passieren. Hier gibt es Handlungsbedarf, um unsere einzigartige Stadt wieder lebenswerter zu machen und die Anwohner vor unnötigen Belastungen zu schützen. Letztlich wäre auch der Erholungswert beim Aufenthalt auf dem Stadtplatz wieder höher und Gaststätten und Geschäfte könnten sich dies zu Nutze machen.



EIN BEITRAG VON JOSEF OBER

Solide Haushaltspolitik

Was versteht man unter solider Haushaltsführung?
Schon hier wird es vielerlei Ansichten geben.

Es wurde in den vergangenen Jahren viel investiert

  • Sanierung Schule
  • Haus des Kindes
  • Gewerbeflächen (Mayerhofen)
  • Hüttenthaler Feld

Dazu ging man erheblich in die Vorleistung. Solche Investitionen kann man im Kern nicht kritisieren, denn die hohe Verschuldung der Stadt ist mit Werten gedeckt, welche man in den nächsten Jahren wieder veräußern kann (Vorhaltung von Flächen in Mayerhofen und Hüttenthaler Feld).

Aber es darf nicht zur Hortung von Grundstücken führen. Durch die Konzentration auf das Baugebiet Hüttenthaler Feld wurden die Außenbereiche vernachlässigt.

Daher muss von Seiten der Stadt aktiver daran gearbeitet werden:

  • dass sich Gewerbe ansiedelt
  • eine aktivere Wirtschafts-Förderung passiert
  • Grundstückmanagement verbessert wird

Weitere Forderungen:

  • Umstellen auf Doppik
  • Offener Haushalt (Aufbereitung für Bürger)
  • Investitionen dort, wo eine Stärkung der Wirtschaft

Wie ist denn der allgemein Zustand des Haushaltes im Vergleich zu umliegenden Kommunen?
Ein Faktum ist , dass die Stadt auf Seiten der Gewerbesteuereinnahmen im Vergleich mit umliegenden Gemeinden mit rund 266 – 529 Euro pro Einwohner in den letzten Jahren im unteren Bereich angesiedelt war, dazu wurde in den letzten Jahren mehr ausgegeben als eingenommen wurde. Jetzt sind die Rücklagen aufgezehrt.

Damit man hier weiterhin pro aktiv handlungsfähig bleibt und aus einem gesunden Haushalt heraus die strategisch wichtigen Infrastruktur-Themen anpacken kann, müssen die Investitionen der Zukunft viel stärker auf die Verbesserung der Wirtschaftskraft abzielen.

Bei einer Kreisumlage von 55% und reinen Verwaltungskosten und Personalkosten von rund 4 Mio. sind derzeit 7,5 Mio. (rund 2/3 des Haushaltes) schon fest ausgegeben, ohne was gestalten zu können.

Die Pro-Kopf Verschuldung ist derzeit zu hoch (Kernhaushalt + ausgelagerte Haushalte)

Aber bevor man an Investitionen spart, sollte man
im Verwaltungshaushalt sparen.

  • wir geben weit mehr für Verwaltungskosten pro Einwohner aus als so manche umliegende Gemeinde.

Auch im Vermögenshaushalt gibt es Möglichkeiten:

  • Einsparungen bei den öffentlichen Bauten. Hier muss die Reihenfolge stimmen, wir bauen nicht weil es Zuschuss gibt, sondern weil am Anfang der Legislaturperiode eine Prioriätenlisten aufstellt wird und diese dann der Reihe nach -jeweils auf die finanziellen Möglichkeiten ausgerichtet - abgearbeitet wird.
  • Vorratsflächen aktiver verkaufen (Gewerbe- und Wohnbebauung) und damit rund 4 Mio. gebundene Mittel dem Haushalt wieder zu führen (20 Jahre Vorhaltung ist zu lange)
  • verstärktem Baumanagement (z.B. einen jungen Bauleiter zusätzlich einstellen, diesen Stelle könnte man sich auch mit einer 2. Kommune teilen (Interkommunale Zusammenarbeit). Solch ein Mann hätte sich an so mancher Baustelle bereits in einem Jahr bezahlt gemacht. Augenmerk hier: Klare und streng fixierte Ausschreibungen, Baumanagement immer vor Ort.

Ein weiterer Weg könnte mit Eigenbetrieben oder Beteiligungen an einem Bürgerprojekt (Windräder, regionaler Ausbau Kleinwasserkraftwerke) beschritten werden um die Innenfinanzierung des Stadtsäckels unabhängiger zu machen. Beispiele hierfür gibt es ebenfalls (Bsp. Gemeinde Wildpoldsried, welche jährlich 5 Mio. für Stromerzeugung einnimmt).

Ich denke eine solide Haushaltsführung einer Kommune ist:

  • gut fundiert
  • beinhaltet belastbare Zahlen + eine konkrete Investitionsliste
  • ist offen und transparent für den Bürger
  • hält Balance zwischen Steueraufkommen und Investitionstätigkeit
  • hält Verschuldung und Zinsdienst langfristig bezahlbar
  • achtet auf bezahlbare Nachfolgekosten
  • unterstützt die Effizienz in der Verwaltung
  • fördert die Gemeinde in Infrastruktur und Gemeinwohl

Setzen wir uns für einen tragfähigen und durch finanzierten Haushalt ein, der eine konsequente Rückführung der Verschuldung pro Einwohner auf unter 300 € in den nächsten 6 Jahre zum Ziel hat (Kernhaushalt + ausgelagerte Haushalte).


Quellen:
http://www.wegweiser-kommune.de/datenprognosen/kommunaledaten/KommunaleDaten.action

http://www.offenerhaushalt.at/gemeinde/anthering/finanzdaten/hauptansicht



EIN BEITRAG VON GODEHARD MAYER

EHRENKODEX


...und führe uns nicht in Versuchung...

In zahlreichen Städten gibt es für Stadträte einen Ehrenkodex. Andernorts haben sich zumindest einzelne Fraktionen einen Ehrenkodex gegeben.
Warum ein Ehrenkodex?

Ob Korruptions-Affäre bei Siemens oder Oktoberfest-Affäre eines Bundespräsidenten - ob VW-Skandal, bei dem ein Vorstand den Betriebsrat mit Geld und anderen Dienstleistungen gefügig gemacht hat oder die Verwandten-Affäre im bayerischen Landtag - es zeigt sich, dass allerorts die Versuchung groß ist und vor niemandem halt macht.

Wir Freien Wähler haben uns zum Ziel gesetzt, unsere Politik im Stadtrat so zu gestalten, dass unsere Entscheidungen frei von persönlichen Interessen oder den Interessen naher Verwandter oder von Freunden fallen. Auch durch kleine oder größere Zuwendungen dürfen wir uns nicht beeinflussen lassen - nicht in unseren Entscheidungen und auch nicht in der Weitergabe von Informationen, die vertraulich und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind.

Aus diesem Grund werden sich die neuen Stadträte der Freien Wähler nach der Kommunalwahl am 16. März 2014 einen Ehrenkodex auferlegen, in dem sie versprechen

  • keine Zuwendungen oder Vergünstigungen anzunehmen, die ein im täglichen Umgang übliches Maß übersteigen und im Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats im Stadtrat stehen,
  • Informationen, die nach der Gemeindeordnung geheim zu halten sind, nicht an Dritte weiterzugeben,
  • Interessenskonflikte offen zulegen und
  • sich öffentlich für die Bekämpfung von Korruption einzusetzen sowie
  • bei Verstoß gegen einen dieser Grundsätze angemessene Konsequenzen zu ziehen.

Wir haben verstanden!


ORTSTEILREFERENT




EIN BEITRAG VON ALBERT SCHAUER

Beitrag zum Thema Ortsreferent:

Ich denke es ist nachvollziehbar, dass mir als Astner unser Dorf sehr am Herzen liegt.

Mindestens genau so wichtig ist mir aber auch die Stadt selbst und alle anderen umgebenden Ortsteile der Stadtgemeinde Tittmoning, sowie deren enge Zusammenarbeit.

Die Stadt und auch die weiteren Ortsteile können für sich Alleinstellungsmerkmale verbuchen. Jeder hat seine Geschichte, sein Eigenleben mit einem regen Miteinander und ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl.

Die Stadt Tittmoning ist alleine mit seinem historischen Stadtkern und der Burg eine Sehenswürdigkeit. Aber auch die umliegenden Ortsteile heben den Charme der Stadtgemeinde Tittmoning nochmals erheblich an.

Was mir jedoch etwas abgeht ist das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Gemeindeteile untereinander. Das ein oder andere Mal verspürt man sogar Neid, weil möglicherweise ein Gemeindeteil besser gestellt wurde. Das muss doch nicht sein.


Wie kann man die Zusammenarbeit der Stadt und der umliegenden Ortsteile verbessern?

Was bei den Vereinen erfreulicherweise teilweise schon vorgelebt wird, wie beispielsweise das Eisstockschießen der Feuerwehren, die Stadtmeisterschaft im Schießen, die Gartenbauvereine der Gemeinde sowie die Veranstaltung „Eine Stadt geht auf Reisen“ ,könnte bei vielen anderen kommunalen Themen noch verbessert werden.

Dazu ist es aber erforderlich, dass sich die einzelnen Ortsteile gezielt austauschen und das nicht nur in den Stadtratssitzungen.

Ich schlage daher vor, dass sich die Stadträte der jeweiligen Ortsteile auf einen festen Ortsreferenten einigen, der insbesondere damit beauftragt wird sich um die übergreifende Zusammenarbeit zu bemühen.

Eine aktive Zusammenarbeit und ein regelmäßiger, reger Austausch kommunaler Themen zwischen den Ortsteilen soll neue Ideen entwickeln und man kann voneinander lernen.

Der Ortsreferent soll…

- Brückenbauer zwischen den einzelnen Ortsteilen sein
- Potentiale bündeln
- Netzwerke schaffen
- Ideen entwickeln
- Erfahrungen austauschen
- Transparenz schaffen

Ich denke alle Ortsteile können noch mehr zusammenwachsen, so kann das Potential und die Dynamik der gesamten Gemeinde Tittmoning mit seinen Bürgern erhalten und verbessert werden.


BÜRGERMEISTERKANDIDATIN


MARIA KELLNER STELLT SICH ZUR WAHL ...

Bei der Aufstellungsversammlung am 16.01.2014 wurde ich zur Bürgermeisterkandidatin der Freien-Wähler Tittmoning- Unabhängige Liste gewählt.

Der Zustimmung zur Kandidatur ging ein langer Entscheidungsprozess voraus. Ich freue mich über das große Vertrauen, das mir von den Mitgliedern der Freien Wählern- Unabhängige Liste entgegengebracht wurde und möchte die gemeinsamen Ziele der Freien Wähler mit meiner Kandidatur transparenter machen.

Ich will für Tittmoning konstruktive Ideen entwickeln und wünsche mir einen fairen sachlichen Umgang mit allen anderen Bürgermeisterkandidaten.

Meine Schwerpunktthemen sind:

  • Gute Rahmenbedingungen für aktive Bürgerbeteiligung nach dem Vorbild Weyarn
  • Die Gewerbeentwicklung ist ein Dauerthema, das nie vernachlässigt werden darf
  • Die Finanzen der Stadt Tittmoning brauchen ein besonderes Augenmerk
  • Zuschüsse für Maßnahmen sind willkommen, dürfen aber nicht die alleinige Motivation sein
  • Die Kommune muss sich für einen Denkmalschutz mit Augenmaß einsetzen
  • Familien brauchen gute verlässliche Rahmenbedingungen als Unterstützung zur Erziehungsarbeit
  • Achtsamer Umgang mit unserer Umwelt
  • Eine große Gemeinde Tittmoning mit viel Eigendynamik in den einzelnen Ortsteilen


Deshalb mein Motto:

Stadt und Land in guter Hand





BÜRGERBETEILIGUNG


EIN BEITRAG VON PETER FORSTER

Warum ist es so schwierig Personen für den Stadtrat oder auch für die Vereinsarbeit zu finden?

Geht es uns zu gut?

Haben wir keine Probleme die es wert sind, sich darum zu kümmern?

Ist das Fernsehprogramm zu gut?

Viele Fragen, meine Gedanken dazu…


Was die Stadtratsarbeit betrifft, denke ich, dass zu viele Entscheidungen zu wenig diskutiert oder Diskusionen oder die Entscheidungsfindung zu wenig nachvollziehbar ist.. Vorhaben sollten viel früher öffentlich gemacht werden und in Veranstaltungen diskutiert und Anregungen geholt werden.

Bei unserer Informationsfahrt nach Weyarn habe ich gesehen und gespürt, wie durch das Abgeben von Verantwortung Mitarbeit und Engagement angeregt werden kann .

Arbeitskreise dürfen aber keine Diskussionsclubs bleiben oder werden, sondern müssen auch Entscheidungsbefugnis und vor allem auch eine finanzielle Ausstattung haben. Ergibt sich irgendwo ein Bedürfnis oder Problem kann sich ein Arbeitskreis gründen und für das Vorankommen des Projekts sorgen. Ein super Beispiel wie zusammenwirken gestaltet werden kann ist natürlich die Dorfwirtschaft in Asten.

Durch diese Mitarbeit, denke ich, kann man Verantwortung abgeben und die Mitarbeit der Bürger erreichen, die sonst vielleicht nur schimpfen oder Negativstimmung verbreiten.

Wer an einem Projekt mitgewirkt hat, steht dahinter, hat Einblick in den Verfahrensablauf und wird das Projekt verteidigen.

Ich bin auch ein Befürworter von Volksabstimmungen auf Landes-, Bundes- oder kommunaler Ebene. Weil dadurch Argumente auf den Tisch kommen, diskutiert wird und man sich eine Meinung bilden kann. Ein Mehrheitsbeschluss ist zu akzeptieren. Ich denke auch die Masse kann nicht irren. Auf alle Fälle wird eine Entscheidung durch Mehrheitsbeschluss der Wähler eher akzeptiert als ein Stadtratsbeschluss.



EHRENAMT / WERTSCHÄTZUNG




EIN BERICHT VON MARTHA SCHNELZER


Ist es noch sinnvoll, die Freizeit für das Wohl der Allgemeinheit zu opfern?

Hat es noch einen Wert, sich für den Stadtrat aufstellen zu lassen und somit Verantwortung zu übernehmen?



Ja, es hat einen Wert sich für die Stadtgemeinde, die Kirchengemeinde und in den Vereinen zu engagieren. Ob Vorstandsmitglied, Jugendleiter, Organisator in Verbänden, Helfer in Sozialeinrichtungen, Kinder- sowie Altenbetreuer und vieles mehr; all diese Funktionen sind Ehrenämter, die entsprechend wieder gewürdigt und geschätzt werden sollten.

Unternehmer sind bereit, in Tittmoning etwas zu schaffen, damit man hier arbeiten und wohnen kann. Sie investieren in historische Gebäude viel Geld und Herzblut. Ärzte sorgen sich um das Wohl der Menschen und Geschäftsleute kümmern sich um die Versorgung der Bürger. Das alles ist nicht selbstverständlich. Ihnen gebührt Dank und Anerkennung.

Unser liebenswerter Stadtplatz, die historische Burg, der idyllische Leitgeringer See und der Ponlachpark machen unsere Heimat im Rupertiwinkel so wertvoll. Dies alles zusammen gibt es nur in Tittmoning. Es ist Zeit, dies zu erkennen und zu schätzen, denn es ist von großem Wert, hier leben zu dürfen.